6. Energiefachtagung "Nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum - effizient und erneuerbar" im Transformationszentrum Brikettfabrik LOUISE

Ländlicher Raum braucht neue Mobilitätskonzepte

Die Entwicklung eines wirtschaftlich effizienten und zugleich klimafreundlichen Mobilitätskonzeptes ist für die Zukunft der Lausitz von herausragender Bedeutung. „Unzureichende Verkehrsanbindungen im ländlichen Raum stellen einen erheblichen Standortnachteil dar“, betonte Harald Altekrüger, Sprecher der Energieregion Lausitz und Landrat im Landkreis Spree-Neiße anlässlich der 6. Energiefachtagung „Nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum – effizient & erneuerbar“ am 6. Juli 2015 in Domsdorf. Zu der Veranstaltung hatten neben der Stadt Uebigau-Wahrenbrück und der Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH, die ETI Brandenburg GmbH, das Clustermanagement Tourismus bei der TMB GmbH und die IHK Cottbus ins Transfer- und Transformationszentrum Brikettfabrik LOUISE eingeladen.

„Insbesondere der Pendlerverkehr ist auf eine gute Anbindung der Region an eine überregionale Verkehrsinfrastruktur sowie eine gute Vernetzung innerhalb der Region angewiesen“, so Harald Altekrüger. Auch für Gäste, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen, ist die gute Erreichbarkeit ausschlaggebend für die Attraktivität der Reiseregion.

Alternative Mobilitätsangebote beispielsweise in Form von Elektroautos, E-Bikes und Shuttles sind zusätzlich zu ÖPNV weiter zu entwickeln. Die zunehmenden Anforderungen an die Mobilität von Einwohnern, aber auch für Touristen erfordern nach Ansicht des Energieregion Lausitz-Sprechers „einen möglichst kreativen Anpassungs-, Wandlungs- und Gestaltungsprozess“.

Die Energiefachtagung führten rund 60 regionalen und überregionalen Experten und Verantwortliche aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen zusammen. In verschiedenen Workshops befassten sie sich mit Mobilitätskonzepten für den ländlichen Raum, der Nutzung erneuerbarer Energien für Mobilität sowie mit der Infrastruktur zur Elektromobilität. Nach Ansicht der Veranstalter gilt es gerade im ländlichen Raum - insbesondere vor dem Hintergrund des demographischen Wandels - frühzeitig Konzepte für eine nachhaltige Mobilitätssicherung zu entwickeln. In diesem Sinne sei die Veranstaltung im Landkreis Elbe-Elster als Auftakt für weitere Aktivitäten gedacht. Ziel ist es, in einer zu bildenden Arbeitsgruppe ein Mobilitätsmanagement für die Gesamtregion aufzubauen und zu organisieren. Die Stadt Uebigau-Wahrenbrück richtet eine Arbeitsgruppe ein, die fachlich von der ETI unterstützt wird. Vorab ist eine räumlich differenzierte und nachvollziehbare Bedarfsermittlung zu vollziehen.

Die Vorträge der Veranstaltung und weitere Informationen erhalten Sie hier.

Juli 2015